Wie alles begann….

Eines schönen Sommermorgens besuchten zwei Cachebegeisterte einen guten alten Freund, den es in die Vorauer Gegend verschlagen hatte. Mehrmals wurde ihnen schon von den Vorzügen dieser Gemeinde vorgeschwärmt. Als sie dann tatsächlich vor Ort die wunderschönen Wanderwege, die glitzernden Bäche und vor allem die herrliche Ruhe genießen durften, verstanden sie warum ihr Freund hierher „ausgewandert“ war. Ausgestattet mit einem GPS-Gerät wurden einige Dosen am Hinweg gehoben, doch direkt am Ort der Begierde war „cachefreie“ Zone. Schade eigentlich, dass nicht mehr Personen von der Idylle dieser Wandergegend wissen. Doch dazu gibt es ja ein neues Medium – Geocaching!

Bei dieser modernen Art der Schnitzeljagd verstecken Ortskundige Plastikdosen o. ä. an Plätzen, die sie gerne anderen Personen zeigen möchten. Dabei kann es sich um einen schönen Wanderweg, ein historisches Gebäude oder einen mystischen Steinkreis handeln. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Wir berichteten von unserem Hobby und die Sache kam ins Rollen. Immer mehr Leute interessierten sich dafür, den Vorauer Kessel mit seinen historischen Denkmälern und Naturschönheiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. So wurde das Team „CacheVorauS“ gegründet, welches sich für die Legung von 32 Caches verantwortlich zeigt. In monatelanger Arbeit wurden Touren erwandert, Texte geschrieben, passende Verstecke gesucht, kleine Tauschgegenstände gebastelt und Fragen ausgedacht. Zur feierlichen Eröffnung und der „Ausmerzung des weißen Fleckes Vorau auf der Cacherkarte“ findet ein dreitägiges Event statt, an welchem die Dosen gleichzeitig freigeschalten werden (herzlichen Dank an den Reviewer Tafari für die Zusammenarbeit!).

Am Freitag 13.04.2012 fand um 19h in der Stiftstaverne in Vorau ein Informationsabend für Muggles und ev. Neo-Cacher statt. Am darauf folgenden Morgen Samstag 14.04.2012 startete der Tag um 9:00h mit einem Cacherfrühstück an gleichem Ort. Dieses diente zur Stärkung der Meute, die sich für die feierliche Freischaltung der Caches um 10:00h rüsten wollten. Am Abend (19:00h) vermittelte Manfred Glößl, langjähriger Mitarbeiter des Stiftes Voraus, im Zuge einer Fackelwanderung um das Stift Wissenswertes über die Geschichte des Anwesens und seiner Umgebung.
Am Sonntag 15.04.2012 kamen sowohl Kultur- als auch Naturinteressierte auf ihre Rechnung. Im Rahmen einer fachkundigen Gratis-Führung wurden Cacher durch das Freilichtmuseum Vorau geführt (danke an die Museumsleitung für den Erlass der Eintrittsgebühr!). Ferner bestand die Möglichkeit eine der ansonsten unzugänglichen unterirdischen Höhlen zu besichtigen, für welche eine kollektive Busfahrt organisiert wurde (gegen eine Gebühr von 2 Euro/Person für die Busfahrt). Alle Events wurden exklusiv für Geocacher veranstaltet, weswegen eine Anmeldung von Nöten war.

Mittlerweile sind die 32 Caches zu einem Anziehungspunkt für die Region geworden. Jede der Dosen wurde mit ca. 200 Logs bedacht. Die zahlreich vergebenen Favoritenpunkte sowie die Pressemeldungen belegen den Erfolg des Projekts, welches die Vermittlung von Voraus Kultur und Natur zum Ziel hatte ( zu Geocaching und Kulturvermittlung mehrere Blogbeiträge auf archaeologos).